Wie du deinen BMI berechnest

Der Body-Mass-Index ist der bekannteste Indikator zur Bewertung des Körpergewichts. Er ist in Sekunden berechnet und liefert einen nützlichen ersten Anhaltspunkt. Er hat jedoch auch wichtige Grenzen, die man kennen muss, um keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Dieser Leitfaden liefert dir die Formel, die Interpretation und den nötigen Weitblick.

Die Schritte

1

Wiege dich unter guten Bedingungen

Wiege dich morgens nüchtern, nach dem Toilettengang, in Unterwäsche. Nutze immer dieselbe Waage auf einer harten, flachen Oberfläche. Eine Einzelmessung kann von Tag zu Tag um 0.5 bis 1.5 kg schwanken — das ist normal.

2

Miss deine Größe präzise

Stehe aufrecht, barfuß, Fersen zusammen an einer Wand. Nutze ein festes Maßband oder bitte jemanden zu messen. Man verliert im Laufe des Tages 1-2 cm an Größe durch die Kompression der Bandscheiben — miss dich für mehr Beständigkeit morgens.

3

Wende die Formel an: Gewicht (kg) / Größe (m)²

Teile dein Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat deiner Größe in Metern. Beispiel: 75 kg / (1.75 m)² = 75 / 3.0625 = 24.5. Dies ist eine einfache Rechnung, die weder Ausrüstung noch Expertenwissen erfordert — nur eine Waage und ein Maßband.

4

Interpretiere das Ergebnis nach den WHO-Kategorien

Unter 18.5: Untergewicht. 18.5-24.9: Normalgewicht. 25.0-29.9: Übergewicht. 30.0 und mehr: Adipositas (Fettleibigkeit). Diese Schwellenwerte sind von der WHO für die allgemeine erwachsene Bevölkerung festgelegt. Sie berücksichtigen weder Muskelmasse noch Alter oder ethnische Herkunft.

Was der BMI misst (und was nicht)

Der BMI ist ein statistischer Indikator, der zur Bewertung von Populationen entwickelt wurde, nicht für Individuen. Er setzt Gewicht und Größe in Beziehung, um ein allgemeines Gesundheitsrisiko abzuschätzen. Er unterscheidet nicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse: Ein Rugbyspieler mit einem BMI von 30 hat nicht das gleiche Risikoprofil wie eine sesshafte Person mit demselben BMI. Er berücksichtigt auch nicht die Fettverteilung — dabei ist viszerales Fett (Bauchfett) gefährlicher als subkutanes Fett.

Die BMI-Kategorien und ihre Bedeutung

Ein BMI zwischen 18.5 und 24.9 ist in epidemiologischen Studien mit dem niedrigsten Sterberisiko verbunden. Ein BMI über 30 erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten erheblich. Ein BMI unter 18.5 ist mit einem erhöhten Risiko für Mangelerscheinungen, Osteoporose und ein geschwächtes Immunsystem verbunden. Diese Kategorien sind Screening-Instrumente, keine Diagnosen.

Die Grenzen, die man kennen sollte

Der BMI überschätzt das Fett bei muskulösen Personen und unterschätzt es bei älteren Menschen, die an Muskelmasse verloren haben. Die WHO-Schwellenwerte wurden für kaukasische Populationen festgelegt — die WHO empfiehlt niedrigere Schwellenwerte für asiatische Populationen (Übergewicht ab 23). Der Taillenumfang (> 94 cm bei Männern, > 80 cm bei Frauen) ist ein besserer Prädiktor für das Herz-Kreislauf-Risiko als der BMI allein.

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Häufig gestellte Fragen

Mein BMI zeigt « Übergewicht », aber ich mache viel Sport, muss ich mir Sorgen machen?
Wahrscheinlich nicht. Wenn du eine hohe Muskelmasse hast, wird dein BMI hoch sein, ohne dass dies einen Fettüberschuss widerspiegelt. Ergänze dies mit einer Messung des Taillenumfangs oder des Körperfettanteils für ein genaueres Bild.
Ist der BMI für Kinder zuverlässig?
Nein, nicht mit der Formel für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche werden Wachstumskurven verwendet, die Alter und Geschlecht berücksichtigen. Die Berechnung ist anders und die Schwellenwerte auch.
Was ist der « ideale » BMI?
Studien zeigen, dass das niedrigste Sterberisiko zwischen einem BMI von 20 und 25 liegt. Aber der « ideale » BMI hängt auch von deinem Körperbau, deinem Alter und deinem Aktivitätsniveau ab. Eine Zahl definiert nicht deine Gesundheit.
Reicht der BMI aus, um meine Gesundheit zu bewerten?
Nein. Der BMI ist einer von mehreren Indikatoren. Blutdruck, Lipidprofil, Nüchternblutzucker und Taillenumfang vermitteln ein vollständigeres Bild. Der BMI ist ein Ausgangspunkt, kein Fazit.

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