Wie du intelligent einkaufst und sparst
Der Supermarkt ist darauf ausgelegt, dass du mehr ausgibst. Die Anordnung der Regale, Werbeaktionen, Sonderplatzierungen – alles ist kalkuliert, um deinen Wagen mit ungeplanten Einkäufen zu füllen. Mit einer einfachen Methode und einer strukturierten Liste übernimmst du wieder die Kontrolle über deinen Einkauf, dein Budget und deine Ernährung.
Die Schritte
Erstelle deine Liste vorab
Eine Einkaufsliste ist kein vager Notizzettel („Gemüse, Fleisch, was zum Naschen“). Es ist ein präzises Dokument mit Mengen: „500g Brokkoli, 4 Hähnchenbrustfilets, 1 kg Vollkornreis“. Basiere diese Liste auf deinem Wochenmenü. Kein Menü, keine Liste. Keine Liste, kein effizienter Einkauf.
Beginne am Rand des Ladens
Die Frischeabteilungen (Obst, Gemüse, Metzgerei, Fisch, Milchprodukte) befinden sich fast immer am Rand des Marktes. Die mittleren Gänge enthalten hauptsächlich verarbeitete Produkte. Wenn du zuerst die Außenrunde machst, füllst du deinen Wagen mit Grundnahrungsmitteln, bevor du (schnell) durch die Gänge mit den Trockenprodukten gehst.
Lies Etiketten strategisch
Du musst nicht alles auf jedem Produkt lesen. Drei Sekunden reichen: Prüfe den Kilopreis (nicht den Packungspreis), schau auf die Zutatenliste (die ersten 3 machen 80% des Produkts aus) und den Zuckergehalt. Wenn Zucker unter den ersten 3 Zutaten eines herzhaften Gerichts steht, stell es zurück.
Kaufe Grundnahrungsmittel auf Vorrat
Reis, Nudeln, Linsen, Haferflocken, Nüsse: Diese Lebensmittel sind lange haltbar und kosten in Großpackungen 30 bis 50% weniger. Ein 5 kg Beutel Basmatireis für 6€ entspricht 1,20€/kg gegenüber 2-3€/kg in der 500g-Packung. Die Anfangsinvestition ist höher, aber die monatliche Ersparnis ist signifikant.
Bevorzuge saisonale Produkte
Saisonales Obst und Gemüse ist 2- bis 3-mal günstiger, geschmackvoller und nährstoffreicher als importierte Ware außerhalb der Saison. Im Winter: Kohl, Lauch, Kürbis, Äpfel, Clementinen. Im Sommer: Tomaten, Zucchini, Auberginen, Pfirsiche, Melonen. Ein Saisonkalender am Kühlschrank reicht als Merkhilfe.
Die Falle der Supermarkt-Anordnung
Die profitabelsten Produkte für den Laden stehen auf Augenhöhe. Die günstigsten Produkte befinden sich ganz unten im Regal. Sonderplatzierungen am Gangende sind nicht immer echte Angebote – oft ist es bezahlte Platzierung durch Marken. Grundnahrungsmittel (Milch, Eier, Brot) stehen oft ganz hinten, um dich zu zwingen, an allen Versuchungen vorbeizugehen. Wenn du diese Techniken kennst, kaufst du das, was du brauchst, nicht das, was man dir verkaufen will.
Beispiel für eine gesunde Einkaufsliste
Obst und Gemüse: Brokkoli, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika, Tomaten, Spinat, Bananen, Äpfel, Zitronen. Proteine: Hähnchen (1 kg), Eier (12), grüne Linsen (500g), griechischer Naturjoghurt (1 kg). Kohlenhydrate: Vollkornreis (1 kg), Vollkornnudeln (500g), Vollkornbrot. Vorrat: Olivenöl, Dosentomaten, Kichererbsen in der Dose. Diese Liste deckt den Bedarf einer Person für eine Woche für ca. 35-45€.
Aufbewahrungstipps gegen Verschwendung
Frische Kräuter halten sich eine Woche in einem Glas Wasser im Kühlschrank (wie Blumen). Bananen sollten getrennt gelagert werden, um das Reifen zu verlangsamen. Tomaten bleiben außerhalb des Kühlschranks, solange sie nicht aufgeschnitten sind. Zwiebeln und Knoblauch gehören an einen trockenen, dunklen Ort (nicht in den Kühlschrank). Gemüsereste (Karottenschalen, Brokkolistiele) ergeben eine exzellente hausgemachte Brühe. Jedes gerettete Lebensmittel ist gespartes Geld.
FoodCraft-Tipp
Die automatisch generierte Einkaufsliste nach Abteilungen
Sobald du einen Ernährungsplan in FoodCraft bestätigst, wird die Einkaufsliste automatisch erstellt. Die Zutaten sind nach Supermarktabteilungen gruppiert (Obst/Gemüse, Metzgerei, Vorrat, Kühlung), kombiniert, wenn dieselbe Zutat in mehreren Rezepten vorkommt, und auf das Gramm genau quantifiziert.
Wöchentliche Budgetkontrolle
FoodCraft zeigt das Budgetlevel jedes Ernährungsplans an. Wenn du den Modus „Sparsam“ wählst, bevorzugt der Algorithmus Zutaten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und zeigt dir mögliche Ersetzungen an, um die Kosten weiter zu senken.
Häufig gestellte Fragen
Ist es besser, einmal oder mehrmals pro Woche einzukaufen?
Sind Abholservice oder Lieferung günstiger?
Wie widerstehe ich unnötigen Sonderangeboten?
Sind Eigenmarken genauso gut wie Markenprodukte?
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